| |
Die Aufführungen und Choreografien,
die dem Betrachter von Graffiti in der Regel verborgen bleiben,
finden sich seit etwa 10 Jahren im neuen Genre des Graffitivideos
dokumentiert. Diese Videos, die etwa zeitgleich mit der
vehementen Entfernung von Graffiti auf öffentlichen
Transportmitteln aufkamen, und so die unsichtbare Aktion
zeigen, die hinter den (mittlerweile nur noch selten) sichtbaren
Resultaten steht, haben sich in kurzer Zeit zu einer spannenden
und unterhaltsamen Videosparte entwickelt. Wurden anfänglich
nur bunte Worte auf bewegten Untergründen abgefilmt,
so werden diese heute mehr und mehr von spektakulären
Aktionen und ausgetüftelten Choreografien verdrängt.
Schnitt, Musik und schauspielerisches Können vor der
Kamera tragen dazu bei, dass diese Videos, die aufgrund
ihrer Entstehung in der Illegalität die zittrige Handschrift
der Unmittelbarkeit tragen, auch für Graffiti-Analphabeten
spannend werden.
Magic Colorz untersucht die filmische Sprache der Graffitivideos
und die Körpersprache ihrer Akteure. Im Mittelpunkt
steht die Performance, hinter der Motivation und Resultat
zurückbleiben.
Das 11 min Video wurde von Stefan
Reuter und Fabian Bechtle erstellt und beim Rhythm of the
Line Filmfestival 2005, uraufgeführt. |
|