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Nachdem Snake und Brake den Film
Moebius17 sehen, machen sie sich selbst auf, um dem
paradoxen Phänomen auf die Spur zu kommen. Brake,
als Oldschooler aus Mahlsdorf, hat Zweifel, dass der
Film wirklich real ist. Also will er beweisen, dass
das Leben als Writer ganz anders ist. Sein Partner
Snake muss also einiges nachholen. Auf einem eigenartigen
Film durchforsten die beiden Pappgenossen ihre gesamte
Pappmosphäre. Wie in der Shortstory geht ein
Zug verloren: Sylvia 17 erscheint im Yard nicht zur
Nachtruhe. Hat jemand die Zugnummer 17 nach Korea
verschachert, oder hat sie, Gerüchten zufolge,
das Gleis gewechselt? Die beiden ulkigen Writer sind
für menschliche Dimensionen ziemlich dünn.
In “The Real Moebius Hardcore” agieren
sie zweidimensional, erleben aber mehrdimensionale
Abenteuer. Sie werden von Frank "esher"
Lämmer im digitalen Flachland wiederbelebt, nachdem
die Tonspur als Hörspiel aufgenommen worden ist.
Uraufführung im Kino International im Rahmen
des Filmfestivals Rhythm of the Line.
Szene 5: Zugsuche
Puppen: Yard, mehrere geschminkte Trains, Brake, Bufferquartett
Trainyardhalle. Halb dunkel mit Trains, die brummen.
Schlafaudio. Dann Türenquietschen. Neonflimmer-Licht
geht an. Züge erschrecken sich, reden mit Frauenstimmen
durcheinander: „Was, arbeiten?" - "Jetzt
schon?" - "Geht doch gar nicht?" -
"Jetzt schon Dienst?" - "Ich träumte,
ich wär der Orientexpress.“
Brake kommt rein: „Nur ma die Ruhe meine Damen!
Ihr könnt gleich weiterträumen, ich brauch
nur ein Foto. ... Uihh, Anette achtzig mit neuen Bezügen,
... Na sagt mal, wo ist denn meine Freundin, die Sylvia
17, die hab ick nämlich gestern frisch geschminkt.“
Brake: „Sylvie, Fotoshooting! … Ja wo
isse denn?"
Züge: "Ja die wilde 17?" - "Wo
isse denn?- "Sylvie?" - "Jaaaaa, Brake,
weisst Du, also .... es ist nämlich so .... also
ich glaube das kann man dir noch nicht erklären,
weißt du, dafür bist du vielleicht noch
ein bisschen zu jung....das verstehst du noch nicht...“
Brake:”Was? Ich und jung? Girls, ich bin Brake,
der Hardcore-Bomber!”
Andere Zügin: “Ja also Brake, du weißt
ja das die Sylvie - eigentlich - eine U-Bahn ist,
nicht wahr?”
Brake:”Ja klar, und ?”
Zügin:”Na ja, als U-Bahn wurde sie gebaut,
aber im Geiste wollte sie immer etwas anderes sein.
Sie hat sich oft so anders benommen, als wäre
Sie vom anderen Gleis, verstehst Du? Weisst du, das
ist nämlich so, die wollte so gerne ne S-Baahhh...”
Lautes Türquietschen, Putzen kommen. Alle Trains
sind still, Brake verzieht sich.
Putzer 01: „Wat isn hier los? Warum isn hier
Licht an?“
Putzer 02: „Na ja, bringt ja nischt, oda? Schöne
Schweinerei. Wat solls? An die Arbeit.“
Putzer buffen DISNE OXBOE FOK-Train. DOOF ? bleibt
stehn.
Buffer brechen in Gelächter aus.
Es spielten:
Johannes Benecke (Snake), Sefan Rebohm (Brake) sowie
Josephine Ehlert, Josephine Fabian, Jo Irrläufer,
Nalk Ivique, Frank Lämmer, Aljoscha Santiago,
Lisa Thers-Wenzel, und Dirk
Buch und Idee: Jo Irrläufer, Nalk Ivique und
Frank Lämmer,
Regie: Nalk Ivique und Frank Lämmer
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